
Das Ordonnanzgewehrschießen hat beim SSV Freiberg eine lange Tradition und war über viele Jahre fest im Vereinskalender verankert. Das 28. Ordonnanzgewehrschießen fand letztmalig im Jahr 2019 statt.
In den darauffolgenden Jahren musste die Veranstaltung eine längere Pause einlegen. In dieser Zeit haben sich einige engagierte Vereinskameraden zusammengetan, um diese besondere Disziplin wieder mit Leben zu füllen. Aus einer kleinen Gruppe von Enthusiasten wurde schnell mehr: Die „drei tapferen Mannen“ nahmen regelmäßig an externen Turnieren teil und konnten damit immer mehr Schützen im Verein für das Ordonnanzgewehrschießen begeistern.
Im Jahr 2023 gab es dann ein erstes kleines Comeback in Freiberg – zunächst als internes Neujahrsschießen. Schritt für Schritt wuchs das Interesse weiter, immer mehr Schützen rüsteten sich mit „alten Eisen“ aus und die Gruppe wurde stetig größer und aktiver.
2025 folgte schließlich die erfolgreiche Neuauflage des Freiberger Ordonnanzgewehrschießens. Die Veranstaltung wurde hervorragend angenommen: Auf 100 Meter wurden starke Ergebnisse erzielt und auch das parallel stattfindende 25-Meter-Präzisionsschießen mit Selbstladern war sehr gut besucht.
Nach dieser gelungenen Wiederbelebung soll in diesem Jahr noch einmal eine Schippe draufgelegt werden. In den kommenden Wochen folgen hierzu regelmäßig neue Informationen.
Wir freuen uns schon jetzt auf Oktober und hoffen, viele Freunde des Ordonnanzgewehrschießens in Freiberg begrüßen zu dürfen.
Countdown zum Ordonnanzgewehrschießen 2026
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Disziplinen:
- 100 m offene/geschlossene Visierung
- Mehrere Wertungsklassen
- 25 m Präzision Langwaffe
Preise:
- Pokale für die besten drei
- Urkunden für die besten fünf
- 100 m liegend/sitzend aufgelegt
25 m Präzision Langwaffe
Rahmenprogramm:
Für Verpflegung wird an beiden Veranstaltungstagen bestens gesorgt
Rückblick:
Die Veranstaltung im vergangenen Jahr: Ordonnanzturnier 2025
Ausschreibung:
Die Ausschreibung und alle weiteren Details folgen.
Links und Sponsoren
Vielen Dank für die Unterstützung unseres Ordonnanzgewehrschießens 2026
TURNIERE IN DER REGION
Das Ordonnanzgewehrschießen ist eng mit der Schießsporttradition verbunden und steht für den sportlichen Umgang mit historischen und bewährten Gewehrsystemen. Über Generationen hinweg wurde diese Disziplin gepflegt und weitergegeben – geprägt von Kameradschaft, handwerklichem Können und dem respektvollen Umgang mit den „alten Eisen“, die nach wie vor beeindruckende sportliche Leistungen ermöglichen.
Auch wir beim SSV Freiberg sehen es als unsere Aufgabe, diese Tradition lebendig zu halten und weiterzutragen. Dabei geht es nicht nur um den sportlichen Wettkampf, sondern ebenso um den Austausch innerhalb der Schützenfamilie und die Verbindung zwischen den Vereinen.
Aus diesem Grund möchten wir auch ausdrücklich auf die Turniere unserer befreundeten Vereine hinweisen. Diese Veranstaltungen sind ein wichtiger Bestandteil des Schießsports, fördern den Zusammenhalt und bieten wertvolle Gelegenheiten, Erfahrung zu sammeln, sich zu messen und voneinander zu lernen.
Gemeinsam möchten wir dazu beitragen, dass das Ordonnanzgewehrschießen nicht nur erhalten bleibt, sondern weiterhin wächst und eine lebendige Zukunft hat.

VfS Maulbronn-Diefenbach
Der VfS Maulbronn-Diefenbach ist im Ordonnanzbereich sehr aktiv. Ein Highlight ist der Nationen Cup, der jedes Jahr im Mai/Juni über mehrere Wochen ausgetragen wird. Zudem findet im September regelmäßig das Ordonnanz- & Jagdgewehrschießen statt und ist ein fester Termin im Kalender vieler Schützen.
26./27.09.2026
9. Ordonnanz- und Jagdgewehrschießen

Sportschützen Neckarweihingen
Die Sportschützen Neckarweihingen veranstalten seit vielen Jahren im November ihr Militärgewehrschießen. In diesem Jahr steht bereits das 20. Jubiläum an. Eine durchweg beliebte und hervorragend organisierte Veranstaltung – definitiv immer einen Besuch wert.
09.11.2026
20. Militärgewehrschießen

SSV Wiernsheim
Im Oktober veranstaltet der SSV Wiernsheim sein offenes Turnier für Ordonnanzliebhaber. Dabei gibt es auch eine separate Wertung für KK-Ordonnanzgewehre – ein abwechslungsreicher Termin für alle Freunde dieser Disziplin.
10./11.10.2026
18. Ordonnanzturnier

IGOR Nordbaden
Die InteressenGemeinschaft Ordonnanzgewehr-Rundenkämpfe (IGOR) veranstaltet – wie der Name bereits sagt – regelmäßige Ordonnanzgewehrschießen in Form eines Rundenwettkampfs. Dabei steht der kontinuierliche sportliche Vergleich über die Saison hinweg im Mittelpunkt.
Häufige Fragen | FAQ zum Ordonnanzgewehrschießen
Du interessierst Dich für das Ordonnanzgewehrschießen oder möchtest erstmals an einer unserer Veranstaltungen teilnehmen? In unserem FAQ-Bereich findest Du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um zugelassene Waffen, Ausrüstung, Ablauf und Teilnahmebedingungen. Sollte Deine Frage hier nicht beantwortet werden, kannst Du Dich jederzeit gerne an uns wenden.
Stand: Juni 2026
Welche Waffen sind beim Ordonnanzgewehr-Schießen zugelassen?
Zugelassen sind Ordonnanzgewehre (keine Selbstlader) ab Kaliber 6,5 mm mit offener Visierung oder Diopter/Lochkimme. Die Waffen müssen sich grundsätzlich im Originalzustand befinden und bis spätestens 31.12.1965 als Standardbewaffnung bei Armee- oder Polizeieinheiten eingeführt worden sein oder diesen Modellen entsprechen. Beispiele findest Du weiter unten auf der Seite.
Darf ich mit einem Diopter schießen?
Ja. Für Gewehre mit geschlossener Kimme bzw. Diopter gibt es eine eigene Wertungsklasse. Nicht originale Diopter sind jedoch nicht zugelassen.
Welche Hilfsmittel sind erlaubt?
Erlaubt sind unter anderem Gewehrriemen, Flimmerbänder, Schießjacken und Schießhandschuhe. Nicht erlaubt sind optische Zielhilfen, Zielfernrohre oder Stecherabzüge.
Wie läuft ein Durchgang ab?
Vor der ersten Serie stehen drei Probeschüsse zur Verfügung. Anschließend werden zehn Wertungsschüsse abgegeben. Die Probeschüsse können auf Wunsch als Wertung übernommen werden.
Welche Anschlagsart wird geschossen?
Geschossen wird auf 100 Meter liegend freihändig. Teilnehmer ab der Seniorenklasse III dürfen alternativ sitzend aufgelegt schießen.
Darf ich eigene Munition verwenden?
Ja. Sowohl Fabrikmunition als auch wiedergeladene Munition sind zugelassen. Für die vereinseigene Leihwaffe kann passende Munition vor Ort zum Sofortverbrauch erworben werden.
Gibt es Leihwaffen vor Ort?
Ja. Wer kein eigenes Ordonnanzgewehr besitzt, kann eine Leihwaffe unseres Vereins nutzen.
Welche Sicherheitsregeln müssen beachtet werden?
Es gelten die aktuellen Sicherheitsbestimmungen des Waffenrechts sowie die Sportordnungen von DSB und BDS. Den Anweisungen der Standaufsicht ist jederzeit Folge zu leisten. Verstöße gegen Sicherheitsregeln führen zum sofortigen Ausschluss vom Wettbewerb.
Was kostet die Teilnahme?
Das Startgeld beträgt 10 Euro und beinhaltet eine Wertungsserie. Weitere Serien können – abhängig von der Standauslastung – für 3 Euro pro Serie nachgekauft werden.
Welche Preise sind im Startgeld enthalten?
Die drei bestplatzierten Schützen jeder Wertungsklasse erhalten einen Pokal. Für die Plätze 1 bis 5 werden zusätzlich Urkunden vergeben.
Die Ausgabe der Pokale und Urkunden erfolgt ausschließlich im Rahmen der Siegerehrung an die anwesenden Teilnehmer. Ein nachträglicher Versand von Preisen oder Urkunden ist nicht vorgesehen.
Gibt es ein Rahmenprogramm oder Verpflegung?
Ein konkretes Rahmenprogramm ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geplant.
Für das leibliche Wohl ist jedoch an beiden Wettkampftagen gesorgt. Damit steht einem Besuch der Veranstaltung auch für Nicht-Schützen sowie Angehörige der Teilnehmer nichts im Wege.
Ordonnanzgewehre im Überblick
🇸🇪 Carl Gustafs M96 (Schweden)
Der schwedische Mauser M96 zählt zu den präzisesten Militärrepetierern seiner Zeit. Produziert wurde er ab Ende des 19. Jahrhunderts in der Carl Gustafs Stads Gevärsfaktori.
Im Ordonnanzschießen ist der M96 besonders beliebt, da er für seine außergewöhnliche Fertigungsqualität und hohe Eigenpräzision bekannt ist. Die lange Visierlinie und das saubere Schlossverhalten machen ihn zu einem sehr gut kontrollierbaren Wettkampfgewehr. Besonders das Kaliber 6,5×55 mm wird für seine Präzision und sein angenehmes Schussverhalten geschätzt.
Fakten:
- Kaliber: 6,5×55 mm Swedish
- Baujahr / Einführung: ab 1896
- Hersteller: Carl Gustafs Stads Gevärsfaktori (später Husqvarna)
- System: Mauser-Repetierer (m/96)
- Besonderheit: sehr präzises System mit langer Visierlinie
🇨🇭 Schmidt-Rubin K31 (Schweiz)
Der Schweizer Karabiner K31 gilt als einer der präzisesten Ordonnanzrepetierer überhaupt. Er wurde gezielt auf hohe Schießleistung ausgelegt.
Sein Geradezugverschluss ermöglicht sehr schnelle Repetiervorgänge bei gleichzeitig hoher mechanischer Präzision. Im Ordonnanzschießen ist er besonders auf 300 Meter sehr beliebt.
Fakten:
- Kaliber: 7,5×55 mm Swiss (GP11)
- Baujahr / Einführung: 1933
- Hersteller: Waffenfabrik Bern
- System: Geradezug-Repetierer
- Besonderheit: sehr hohe Fertigungspräzision
🇬🇧 Lee-Enfield No.4 (Großbritannien)
Der Lee-Enfield No.4 ist eines der schnellsten Repetiergewehre seiner Zeit. Der charakteristische „Cock-on-close“-Verschluss ermöglicht sehr flüssige und schnelle Schussfolgen.
Im Ordonnanzschießen ist er besonders bei Serienwertungen beliebt. Das Kaliber .303 British bietet ein gut kontrollierbares Schussverhalten bei solider Präzision und klassischem Militärcharakter.
Fakten:
- Kaliber: .303 British
- Baujahr / Einführung: ab 1941
- Hersteller: RSAF Enfield, BSA, Fazakerley u. a.
- System: Repetierer, „Cock-on-close“
- Besonderheit: extrem schnelles Repetiersystem
🇩🇪 Karabiner 98k (Deutschland)
Der Karabiner 98k basiert auf dem bewährten Mauser-System und wurde ab 1935 als Standardgewehr der deutschen Wehrmacht eingeführt.
Im Ordonnanzschießen gehört der K98k zu einem viel verwendeten System. Seine robuste Konstruktion, das kräftige Kaliber 8×57 IS und die klare militärische Visierung machen ihn zu einem klassischen und zuverlässigen Wettkampfgewehr mit deutlichem Charakter.
Fakten:
- Kaliber: 7,92×57 mm IS
- Baujahr / Einführung: 1935
- Hersteller: Mauser Werke + diverse Lizenzfertigungen
- System: Mauser 98 Repetierer
- Besonderheit: sehr robustes Standard-Militärsystem
🇷🇺 Mosin-Nagant M91/30 (Sowjetunion)
Der Mosin-Nagant M91/30 ist eines der am weitesten verbreiteten Militärgewehre der Geschichte. Die modernisierte Version von 1930 basiert auf dem ursprünglichen System von 1891.
Im Ordonnanzschießen gilt er als extrem robust und zuverlässig. Das Kaliber 7,62×54R liefert deutlichen Rückstoß, bietet aber gleichzeitig gute Präzision auf mittlere und weite Distanzen.
Fakten:
- Kaliber: 7,62×54R
- Baujahr / Modernisierung: 1930 (Ursprung 1891)
- Hersteller: Izhevsk, Tula
- System: 3-Linien-Repetierer
- Besonderheit: extrem robuste Massenfertigung
🇺🇸 Springfield M1903 (USA)
Der Springfield M1903 basiert stark auf dem Mauser-System und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als US-Standardgewehr eingeführt.
Im Ordonnanzschießen überzeugt er durch feine Visierung und sehr hohe Eigenpräzision. Das Kaliber .30-06 Springfield bietet eine ausgewogene Kombination aus Reichweite, Präzision und Energie.
Fakten:
- Kaliber: .30-06 Springfield
- Baujahr / Einführung: 1903
- Hersteller: Springfield Armory, Rock Island Arsenal
- System: Mauser-inspiriertes Repetiersystem
- Besonderheit: sehr präzises US-Standardgewehr
🇦🇷 Mauser Modelo 1909 (Argentinien)
Der Mauser Modelo 1909 basiert auf dem Gewehr 98-System und wurde ursprünglich von DWM für Argentinien gefertigt.
Im Ordonnanzschießen gilt er als besonders hochwertiger Mauser mit sehr guter Verarbeitung. Das Kaliber 7,65×53 mm bietet ein angenehmes Schussverhalten bei gleichzeitig hoher Präzision.
Fakten:
- Kaliber: 7,65×53 mm Mauser
- Baujahr / Einführung: 1909
- Hersteller: DWM (Deutschland), später FMAP-DGFM (Argentinien)
- System: Mauser 98 Derivat
- Besonderheit: sehr hochwertige Fertigungsqualität
🇦🇹 Steyr M95 (Österreich-Ungarn / Österreich)
Der Steyr M95 ist ein österreichischer Geradezugrepetierer, der ab Ende des 19. Jahrhunderts bei der k.u.k. Armee eingeführt wurde. Sein ungewöhnliches Verschlusssystem mit sehr schnellem Geradezug macht ihn bis heute zu einem technisch eigenständigen und markanten Ordonnanzgewehr.
Im Ordonnanzschießen ist der M95 vor allem für seine direkte, kräftige Mechanik bekannt. Das Kaliber 8×50R bzw. später 8×56R sorgt für ein deutlich spürbares, aber gut beherrschbares Schussverhalten. Besonders auf 100 und 300 Meter wird er häufig eingesetzt und gilt als anspruchsvoll, aber sehr charakterstark im Handling.
Fakten:
- Kaliber: 8×50R / 8×56R
- Baujahr / Einführung: ab 1895
- Hersteller: Steyr (Österreichische Waffenfabriksgesellschaft)
- System: Mannlicher Geradezugrepetierer (Kammerstängelverschluss)
- Besonderheit: sehr schnelles Geradezugsystem mit charakteristischer Mechanik
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